Landeinformation KRIMML

Geographischen Koordinaten:

 

  E N
Dezimal 12,1772 47,2239
Grad / Min 012°10´38" 47°13' 26"

 

Im System der Landesvermessung:  M31  [m] y: -87 500 x: 5 232 300

Höhe der Pistenmitte: rd 1042 m.ü.A. (rd 3420ft)

        Die Piste mit Baustelle und Kräne im Hintergrund KEINE DURCHSTARTMÖGLICHKEIT

Anflugblatt Krimml 2019 d/e
Anflugverfahren KRIMML 1
Anflugverfahren KRIMML 2
Anflugverfahren KRIMML 3
Anflugverfahren KRIMML 4

 

Anflugblatt.jpg Anflugverfahren1.jpg Anflugverfahren2.jpg Anflugverfahren3.jpg Anflugverfahren4.jpg

 

 

mit der Anmeldung und der Enthaftungserklärung

bestätigst Du, daß Du die Anflugverfahren

 

                        gelesen hast,

            sie verstanden hast und

                    sie befolgen wirst.

 

 

Anflugverfahren:

 

Der Anflug auf die einzig mögliche Landepiste 24 teilt sich wie bei üblichen Landeprozeduren in mehrere Abschnitte.

 

Im Prinzip entspricht der geplante Anflug dem in Frankreich üblichen und dort geschulten Anflug Verfahren

für unbekannte Gebirgsplätze. In etwas abgeänderter Form wird dies im anglikanischen Luftfahrtbereich

als „Overhead-Joining“ Verfahren bezeichnet. Die in Österreich übliche einfache Platzrunde wird durch

dieses Verfahren modifiziert und speziell durch einen „Erkennungskreis“ oberhalb der Piste erweitert.

Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten (Überflug über die Ortschaft vermeiden)

ist die geometrische Gestaltung angepasst. 

 

Der Anflug gliedert sich in drei Abschnitte

 

1.      Anflug Pflichtmeldepunkt W (Whiskey ) oder E (Echo)

2.      Anflug Pflichtmeldepunkt N (November ) und weiter nach S (Sierra

3.      Overhead joining - Platzrunde

 

 

Ad 1) Anflug bis Pflichtmeldepunkt W (Whiskey), oder E (Echo)

 

 

Die angemeldeten Luftfahrzeuge nähern sich auf den in der oben gezeigten Darstellung ausgewiesenen

Korridoren den Pflichtmeldepunkten entweder aus Westen kommend  VOR Erreichen des

Pflichtmeldepunktes W (Whiskey) oder aus Osten kommend VOR Pflichtmeldepunkt E (Echo)

und nehmen Kontakt mit dem Bodenstelle „KRIMML Info“ auf.

 

Es werden

        das Kennzeichen,

        der  kommende Meldepunkt und

        der Name des verantwortlichen Piloten durchgegeben.

 

Bei der Bodenstelle wird überprüft, ob das Luftfahrzeug und dieser verantwortliche Pilot gemeldet ist.

Die Bodenstelle meldet entweder

„Setzen Sie Anflug fort, melden sie erreichen W oder E “ oder

„Sie sind nicht gemeldet! Sie werden keine Landeerlaubnis erhalten“.

 

Das direkte Anfliegen von Pfichtmeldepunkt S (Sierra) oder ein Direktanflug in den Endanflug  ist nicht erlaubt.

 

Bei Erreichen der Pflichtmeldepunkte W oder E ist bei vermehrten Flugverkehrsaufkommen

mit einem Holding bei dem jeweiligen Meldepunkt zu rechnen. Es liegt im Ermessen

der Bodenstelle „KRIMML Info“ für die Freigabe zum Weiterflug.

 

Obwohl die Bodenstelle nur Fluginformationsdienst geben kann, akzeptieren die anfliegenden Piloten

diese Informationen als Anweisungen um den Anflug für alle gleich zu regeln und um Konfliktmomente

zu vermeiden.  (Die Verantwortung liegt aber weiter ausschließlich beim verantwortlichen Piloten).

Der Anflug auf die Pflichtmeldepunkte W und E ist so einzuteilen, daß die Mindestflughöhen von 6500ft eingehalten werden kann.

 

 

 

Ad 2) Anflug Pflichtmeldepunkt N (November) und weiter nach S (Sierra)

 

 

 

Bei Freigabe oder Information zum Weiterflug setzt das anfliegende Luftfahrzeug den Anflug

Richtung Pflichtmeldepunkt N (November) fort. Es sinkt dabei bis zu einer Mindesthöhe von 6000ft.

 

Es besteht auch die Möglichkeit im Bereich N (November) ein Holding anfliegen zu müssen.

 

Nach Erreichen des Pflichtmeldepunktes N und Zustimmung der Bodenstelle wird der Flug Richtung S (Sierra) fortgesetzt.

Der Meldepunkt S soll in einer Höhe von mindestens 5000ft erreicht werden. Beim Anflug auf S ist auf die Kammlinie der Nösslachwand,

die sich von der Anhöhe Gasthof Falkenstein in rd 3500ft nach Westen leicht sinkend zu einer Sattelfläche und danach steigend

bis zu einer Höhe von über 5000ft führt.  Bei Einhaltung der vorgeschriebenen Flugstrecke und Höhe ist ein Vertikalabstand von rd 750ft

und ein Horizontalabstand von mehr als 1500ft gegeben.  Bei Erreichen des Pflichtmeldpunktes S muß

die Piste in Flugrichtung identifiziert werden.  

 

 

 

Ad 3) Overhead joining – Platzrunde

Beim Verlassen des Meldepunktes S (Sierra) wird ein Kurs eingenommen der in den „Upwind“ führt.

Dieser führt parallel zur Piste in Pistenrichtung, aber höher als die Platzrunde. Der Anflug wird so

gewählt, daß bei Meldpunkt O „Overhead“ eine  Höhe von Min 4700ft erreicht wird. Der Ortsteil Unterkrimml und die Gehöftgruppe Nothdorf

 werden nicht überflogen. Der Vertikalabstnd zum Boden beträgt rd 450m (1500ft)

Beim Anflug zu O „Overhead“ soll (muß) die Piste identifiziert werden und die vorgeschriebene und vorbereitete  Einteilung der Platzrunde

in Natura beurteilt werden. Sollte die Piste nicht identifiziert, oder nicht der vermeintlichen Optik entsprechen, wird der Anflug abgebrochen

 

Ein Abbruch des Landeanfluges ist noch  jederzeit möglich.

Bei der Entscheidung zum Abbruch wird dieser gemeldet, es wird motorische Steigleistung gesetzt und der Steigflugweg 

entsprechend dem Gegenanflug und danach Richtung E (Echo) gewählt.

 

Sollte ein nochmaliger Anflug vorgesehen sein, ist das Anflugverfahren mit Anflug auf Pfichtmeldepunkt aus Richtung Osten, abermals zu durchfliegen.

 

Bei weiter geführtem Anflug:

 

Ab Erreichen des Meldepunktes O „OVERHEAD“ wird weiter in einen Sinkflug der Anflug fortgesetzt.

Der Flugweg wird so gewählt, dass ein sicherer horizontaler und auch vertikaler Abstand zum Gelände südlich der Gegenanflugroute

(vom Piloten aus gesehen RECHTS) eingehalten wird.  Der Flugweg entspricht nun dem üblichen Einflug in die Platzrunde,

jedoch um Abstand zum südlichen Hang zu halten und zur Vermeidung des Überfliegens der Ortschaft Krimml in einem deutlich

geringeren grundrißlichen Abstand zur Pistenachse als in einer üblichen Platzrunde.

Dieser Gegenanflug dauert rd 90 Sekunden. Die Kurslinie führt über die Waldfläche in einem leichten Bogen Richtung Nord-Ost.

Nachdem eine größere Lichtung überflogen wurde ist der Pflichtmeldepunkt B (Base) erreicht. Bei Erreichen des Pflichtmeldepunktes

sollte eine Mindesthöhe von rd 4200ft erreicht worden sein. Der Pilot kann hier letztmalig entscheiden den Anflug abzubrechen.

Die Fluginformationsstelle „KRIMML Info“ gibt nun den aktuellen Wind am Platz durch.

 

Aus orographischen Gründen ist der Queranflug nicht in der üblichen Gestaltung zu fliegen. Die Kurslinie führt in einer sanften mehr oder

minder Kreislinie entsprechenden Kurve über die L 113, so daß die geschlossenen Ortsgebiete Lahn und Vorderkrimml nicht

überflogen werden. Da das Gelände nach Osten fällt wird, befindet sich das anfliegende Flugzeug mindestens 1250ft über Grund.

 

Querab des Bahnhofgeländes Krimml befindet sich der Pflichtmeldepunkt F (Final). Hier ist eine Höhe von mindestens 3800ft zwingend

vorgeschrieben. Der Pilot hat nun die Piste in Sicht. Die Markierung der Schwelle und das Lande-T müssen deutlich erkennbar sein.

aufgrund der Neigung der Piste von rd 10% ergibt sich ein deutlich anderes optisches Lagenbild (Neigung) der Piste.

 

Ein Umkehren ist nun nicht mehr möglich. 

 

Bei Einhaltung des oben beschriebenen Verfahrens sind für den stabilen Endanflug rd 50 sec bei rd 400ft Sinkgeschwindigkeit,  

zur Verfügung. Bei Einhalten der vorgegebenen Höhen und Sinkgeschwindigkeiten ist noch ausreichend Spielraum für etwaige

Korrekturen bzw ein üblicher  stabiler Endanflug gegeben.

Als Aufsetzpunkt ist die Höhe Lande - T (seitlich zwischen 1.Dachreiter = Schwelle und 2.Dachreiter) für eine sichere Landung vorgesehen.

 

Die Piste wird durch übliche Dachreiter markiert und ist im Landeanflug deutlich sichtbar.

Anflugoptik 2017 bei korrektem Anflugpfad

 

Landung:

 

Die Piste hat eine einheitliche Neigung von rd 10%, dh die Landetechnik muß bereits dem Verfahren einer Bergauflandung

angepasst werden. Bei einer üblichen Landung wird in der Regel beim Übergang kurz vor dem Aufsetzen Leerlauf gesetzt.

Bei der Bergauflandung muß hier aber Stützgas, entsprechend der Hangneigung, gesetzt werden, um eine sanfte Landung zu erreichen. 

Der Boden ist eher weich und für kleine Räder, speziell wen verkleidet, weniger geeignet.

(wir behalten uns vor wegen diesem Umstand Meldungen abzulehnen)

 

Nach der Landung wird die Piste nach Süd (In Landerichtung links) verlassen und der Pilot wird durch Gehilfen des Betriebsleiters eingewiesen

Durch die Lage mit einheitlicher Neigung und dem langen geradlinigen Endteil stellt der Anflug keine außergewöhnlichen,

besonderen  Anforderungen an die Piloten.

 

Einzig, wie bei Gebirgsplätzen üblich, die Unmöglichkeit des Durchstartens ab dem Meldepunkt F oder nach dem Aufsetzen,

bedingen die absolute Beherrschung der Maschine und der Landeeinteilung 

 

Abstellen der Luftfahrzeuge 

 

Die Piloten werden in den Parkbereich eingewiesen und haben den Motor abzustellen.

Danach wird die Maschine händisch in die Parkposition geschoben.

 

Die Piloten werden angewiesen eigene geeignete Flugzeugstopper

(Unterlegkeile, Chocks) mitzunehmen, da auch die Abstellfläche geneigt ist.

 

In den vorbereitenden Maßnahmen werden die Piloten darauf hingewiesen,

daß sie  zu gewährleisten haben, daß durch das schräge Abstellen,

keine Betriebsmittel ausfließen können.

 

 

Start:

 

Die Startrichtung ist ausschließlich Piste 06. Die Pistenlänge beträgt exakt 250m.

Nach rd 100m nach der östlichen Schwelle  befindet sich eine Baumreihe und eine Hütte

 

Bei der Neigung von rd 10% ist zu erwarten, daß die Maschinen spätestens nach 200m bereits abgehoben haben und die übliche

Steigflugkonfiguration einnehmen können. 

Nach dem Überflug der Hütte  quert die Abflugachse die L113 nach rd 160m nach dem Pistenende.

Dort wurde die Höhe der L113 mit rd 1012m.ü.A gemessen. Nach weiteren rd 70m liegt querab (südlich) eine Gehöftgruppe deren höchste Firste

(nördlichstes Gebäude) rd 1015 m.ü.A. gemessen wurde.   

Dies entspricht bei ordnungsgemäßen An- bzw dem minimalen Abflugprofil, daß die L113 mit mindestens rd 35m (~110ft) und

querab der Gehöftgruppe rd 38m (~120ft) überflogen bzw vorbeigeflogen wird.

 

Die Piloten werden darauf hingewiesen sobald als möglich die maximale Startleistung des Motors aus freiwilliger

Lärmminderungsmaßnahme zu reduzieren.

 

 

Wir behalten uns das Recht vor

bei zweifelhaften Anmeldungen diese nicht zu berücksichtigen.

 

bitte schaue regelmäßig nach es gibt laufend updates

Letzte Ergänzung Do 17. Okt  2019   1200Uhr

 

 

 

 

Stand 13.Sep 2019